Flüssiggas von A - Z

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Wärmebedarf
Wärmebelastung
Wärmedämmung
Wärmedurchgangszahl
Wärmepumpe
Wärmeschutzverordnung
Wärmeübertragung
Wärmeverlust
Wärmebehandlungsöfen
Warmluftheizung
Warmwasserbereitung
Wildkrautbeseitigung
Winterbau
Wirkungsgrad
Wirtschaftlichkeit
Witterungsabhängige Regelung
Wobbe-Index


Wärmebedarf • nach DIN 4701 diejenige Wärmemenge, die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Raumtemperatur maximal erforderlich ist; muss für jeden Raum errechnet werden und dient als Grundlage für alle weiteren Festlegungen der Bestandteile einer Heizungsanlage.

Wärmebedarf von Gebäuden - Erfahrungswerte je m2 Wohnfläche

Gebäudeart Gebäudealtersklassen
 
bis 1958
W/m2
1959-1968
W/m2
1669-1973
W/m2
1974-1977
W/m2
ab 1978
W/m2
Einfamilienhaus
freistehend
180
170
150
115
95
Reihenwohnhaus
Endhaus
160
150
130
110
90
Mittelhaus
140
130
120
100
85
Mehrfamilienwohnhaus
bis 8 Wohneinheiten
130
120
110
75
65
> 8 Wohneinheiten
120
110
100
70
60

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Wärmebelastung • bei der Verbrennung durch das Gasvolumen zugeführte Wärme.

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Wärmedämmung • Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung von Wärmeverlusten bei Gebäuden, Behältern und wärmegebenden Rohrleitungen. Bautechnische Schwachstellen bei Gebäuden sind häufig Fenster, Außenwände, Dach und Keller. Rund ein Drittel der Gesamtwärmeverluste wird durch Fenster hervorgerufen. Mit verschiedenen Dichtstoffen kann man ältere Fenster zwischen Rahmen und Flügel gut abdichten. Spezielle Isolierglasscheiben passen in die vorhandenen Falzen der Einfachverglasung. Neue Fenster sollten nur eingebaut werden, wenn die alten schadhaft, undicht oder einfach verglast sind. Bei Dächern kann durch zusätzliche Dämmung zwischen den Sparren des Dachs und Dämmung der Decken gegen den Dachboden der Wärmeverlust verringert werden. In unbeheizten Kellern strömt Wärme durch den Fußboden des Erdgeschosses in den Keller. Die Anbringung einer zusätzlichen Dämmung unter der Kellerdecke verschafft Abhilfe. Zur nachträglichen Dämmung der Außenwände kann eine Innen- oder Außendämmung angebracht werden. Welche Art der Dämmung möglich bzw. effektiver ist, hängt vom Baukörper ab. Sie muss von Fall zu Fall entschieden werden. Vor Außendämmmaßnahmen auf jeden Fall die Baubehörde befragen.

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Wärmedurchgangszahl (k-Wert) • gibt diejenige Wärme an, die bei einer Differenz von 1 °C zwischen Innen- und Außentemperatur je Stunde und je Quadratmeter Außenfläche des Baumaterials entweicht. Je niedriger die Wärmedurchgangszahl, um so kleiner die Wärmeverluste. Der k-Wert wird für die einzelnen Bauteile getrennt berechnet.

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WärmepumpeGaswärmepumpe.

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Wärmeschutzverordnung (WschV) • seit dem 1. Januar 1995 ist die 2. novellierte Wärmeschutzverordnung für alle Neubauvorhaben und eingeschränkt auch für Erweiterungen und Modernisierungen bestehender Gebäude gültig. Da gegenüber der alten WschV weniger detaillierte Vorschriften zu beachten sind, bietet die rechtsverbindliche Energiesparverordnung Bauplanern und Architekten mehr Planungsfreiheit. Die WschV schreibt keine Bauweisen, Wärmedurchgangszahlen von Bauteilen, Heiztechniken oder Lüftungssysteme vor, sondern beschränkt sich auf die Zielvorgabe eines "Jahres-Heizwärmebedarfs". Dieser wird in § 2 der WschV vom Gesetzgeber folgendermaßen beschrieben:

(1) Der Jahres-Heizwärmebedarf eines Gebäudes im Sinne dieser Verordnung ist diejenige Wärme, die ein Heizsystem jährlich für die Gesamtheit der beheizten Räume bereitzustellen hat.

(2) Beheizte Räume im Sinne dieser Verordnung sind Räume, die auf Grund bestimmungsgemäßer Nutzung direkt oder durch Raumverbund beheizt werden.

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Wärmeübertragung • durch Wärmeleitung, z.B.: warmes Wasser in den Heizkörpern, gibt die Wärme an die Heizkörper ab; durch Strahlung, z.B.: der Heizkörper strahlt einen Teil seiner Wärme aus, die wir direkt spüren; durch Konvektion, z.B.: am Heizkörper vorbeistreichende Raumluft mit niedriger Temperatur wird von diesem erwärmt. Die gebräuchlichsten Wärmeträger sind Wasser, Dampf und Luft.

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Wärmeverluste • Wärme, die soweit an die Umgebung abgegeben wurde, dass sie nicht mehr zur Wiederverwendung zurückgeholt werden kann.

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Warmbehandlungsöfen • die technischen Vorzüge von Flüssiggas als Brennstoff lassen sich praktisch bei allen Warmbehandlungsöfen nutzen, vor allem bei Anlass-, Glüh-, Härte-, Brenn-, Kammer- und Trockenöfen, ferner bei Dreh- und Stoßöfen sowie Schmiede- und Schachtöfen. Für Öfen, Kessel und Beheizungsanlagen aller Art (Warmbehandlung) gibt es Spezial-Einsatzbrenner in zahlreichen Leistungsstufen mit unterschiedlichen geometrischen Auslegungen; Einbau an ungewöhnlichen Stellen möglich.

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Warmluftheizung • in einem Wärmeerzeuger werden, wie bei einer Warmwasser-Zentralheizung, feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe verbrannt. Transportmedium der Wärme zu Verbrauchsstellen ist nicht Heizwasser, sondern in einem Luftkasten (Wärmetauscher) erhitzte Luft, die mittels Ventilator meist über metallene Luftkanäle in die einzelnen Räume abgegeben wird.

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Warmwasserbereitung • drei verschiedene Systeme können eingesetzt werden: der indirekt beheizte Warmwasserspeicher mit Anschluss an den Flüssiggas-Heizkessel; der direkt beheizte Speicher, der heizungsunabhängige Warmwasserbereitung ermöglicht; der direkt beheizte Durchlauferhitzer mit Mindest-Durchlaufmenge.

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Wildkrautbeseitigung • drei Möglichkeiten werden geboten: Die Pflanzen werden entweder der offenen Flamme (Abflammtechnik), Wärmestrahlen (Infrarot) oder einer gleichbleibend hohen Temperatur (Blanchieren) ausgesetzt. Vorteil: Gezielte Beseitigung von Wildkraut, Nutzpflanzen werden verschont, keine Chemie! Bis auf das Blanchierverfahren werden die Geräte auch für Kleintraktor-Anbauten angeboten, ansonsten tragbare, fahrbare oder handgeführte Anwendung.

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Winterbau • für die Schnelltrocknung von Bauten und Bauteilen, für das Auftauen von Sand und Kies oder die Warmhaltung von Gebäudeteilen und die Beheizung von Arbeitsplätzen im Freien ist Flüssiggas eine Voraussetzung.

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Wirkungsgrad • das Verhältnis der bei einer Energieumwandlung gewonnenen Energie zu der aufgewendeten Energie; immer kleiner als 1, da in der Praxis stets Verluste, z.B. in Form von Abwärme, auftreten.

Der Wirkungsgrad eines Heizkessels beispielsweise gibt an, welcher Anteil der im Brennstoff enthaltenen Energie bei der Verbrennung ausgenutzt wird. Ein Heizkessel hat Verluste während des Betriebs (Betriebsverluste) und im Stillstand (Stillstandsverluste). Der Kesselwirkungsgrad ist nicht mit dem Jahresnutzungsgrad des Kessels zu verwechseln.

Die Berechnung des Jahresnutzungsgrades erfolgt nach VDI 2067. Dabei sind der Kesselwirkungsgrad, die Betriebsbereitschaftszeit (in Stunden/Jahr), die Heizungsvollbenutzungsstunden (in Stunden/Jahr) und die Betriebsbereitschaftsverluste zu berücksichtigen. Der Jahresnutzungsgrad kann bei alten, überdimensionierten Anlagen unter 50 % liegen, während neue, moderne und richtig dimensionierte Anlagen bis über 90 % erzielen können.

Beispiel:
 
eingesetzter Brennstoff
100%
Abgasverluste
./. 11 %
________
feuerungstechnischer Wirkungsgrad
89 %
Kesselabstrahlungsverluste (z. B.)
./. 6 %
________
Kesselwirkungsgrad
83 %

siehe Abgasverlust, Abwärmenutzung, Energie, Heizkessel.

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Wirtschaftlichkeit • in der Summe von Investitions-, Instandhaltungs-, Prüf- und Energiekosten liegt die Wirtschaftlichkeit eines Flüssiggas-Heizsystems.

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Witterungsabhängige Regelung • siehe Thermostat.

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Wobbe-Index (früher Wobbezahl genannt) • Kennwert für die Austauschbarkeit von Gasen, bezogen auf die Wärmebelastung einer Gasverbrauchseinrichtung, einer der wichtigsten Gaskennwerte. So muss man z.B. bei der Umstellung von Erdgas L auf Erdgas H aufgrund der unterschiedlichen Wobbe-Indizes die Brennerdüsen austauschen.

Bei der Herstellung von Zusatzgas aus Flüssiggas und Luft durch Gasmischanlagen wird teilweise der Wobbe-Index als Mischgröße zugrunde gelegt. Je nachdem ob der Brennwert oder der Heizwert eingesetzt werden, erhält man einen oberen oder einen unteren Wobbe-Index. Gase mit gleichem Wobbe-Index können untereinander ohne Änderung des Brenners oder der Düsen ausgetauscht werden. An jedem Brenner ist deshalb der Wobbe-Index angegeben, auf den er eingestellt ist. Die Austauschbarkeit von Gasen kann so relativ leicht überprüft werden.

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